Energiewende


Erneuerbare Energien – Windkraft

Dass der Menschheit fossile Energieträger wie Öl und Gas nicht unbegrenzt zur Verfügung stehen, weiß jeder. Sie sind außerdem belastend für die Umwelt – ihre Nutzung ist unter anderem mit der Emission von Gasen wie CO2 verbunden, die im Verdacht stehen, zur globalen Erwärmung beizutragen. Dagegen scheinen natürliche Energiequellen, wie Wasser, Solar und Wind die perfekte Lösung zu sein. Der Umstieg auf diese Energieträger soll den Klimawandel bremsen.

Das jedenfalls ist die Hoffnung der Bundesregierung. Mit ihrem Energiekonzept will sie aus Deutschland „eine der umweltschonendsten und energiesparsamsten Volkswirtschaften“ machen. Grundidee des Konzepts ist der Ausbau der erneuerbaren Energien als Alternative zur Kernkraft, Steinkohle, Braunkohle, Erdgas. Der Energieanteil an der Stromerzeugung aus Sonne, Wind & Co. soll bis zum Jahr 2025 auf 40 bis 45 % ausgebaut werden. Des Weiteren sieht der Koalitionsvertrag der aktuellen Bundesregierung eine Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien im Stromsektor auf 65 Prozent bis 2030 vor. Dazu sollen auch immer mehr Windenergie-Anlagen gebaut werden. Insgesamt waren bis Ende 2019 in Deutschland 61.428 MW Windenergieleistung installiert, davon 7.516 MW auf See. Insgesamt waren Ende 2019 in Deutschland 30.928 Windenergieanlagen installiert, davon 1.469 auf See (Stand: 02/2020).

Quelle:https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/energiewende/energie-erzeugen/erneuerbare-energien-317608

Laut aktueller Beschlusslage der Regierung (Stand Anfang Juni 2020) soll die Kapazität von Offshore Windenergie-Anlagen bis 2030 auf 20 GW steigen, also auf mehr als das Zweieinhalbfache der bisher installierten Kapazitäten, bis 2040 sogar auf 40 GW bzw. fast das Sechsfache – mit entsprechend hohem Flächenbedarf. Der beträgt laut Berechnung von Dr. Günter Keil pro jährlich erzeugten GWh 1,17 Quadratkilometer. (Quelle: http://www.ageu-die-realisten.com/archives/1473). Das Bundesamt für Naturschutz meint zu diesem Thema: „Der zunehmende Nutzungsdruck in den deutschen Meeresgebieten führt dazu, dass man eher von einem ‚Wirtschaftsraum‘ als von einem ‚Naturraum‘ sprechen müsste.“ (Quelle: https://www.bfn.de/themen/meeresnaturschutz/belastungen-im-meer.html)

Kaum anders an Land: „Das Leistungs- und Ertragspotenzial der Windenergie an Land hängt maßgeblich davon ab, wie hoch der Abstand zwischen Windenergieanlagen und Wohnbauflächen ausfällt. Dies verdeutlicht die vorliegende Sensitivitätsanalyse des Umweltbundesamtes (UBA). Während das bundesweite Leistungspotenzial bei einem Abstand von 600 m zwischen Windenergieanlagen und Wohnbauflächen 1.188 Gigawatt (GW) beträgt, verbleibt bei einem Abstand von 2.000 m lediglich ein Potenzial in Höhe von 36 GW. Vor dem Hintergrund, dass die im Einzelfall zu betrachtenden Belange, wie zum Beispiel der besondere Artenschutz, hierbei noch nicht berücksichtigt sind, ist dies kaum nennenswert.“ (Quelle: „Einfluss des Abstands zwischen Windenergieanlagen und Wohnbauflächen auf das Potenzial der Windenergie an Land Ergebnisse einer Sensitivitätsanalyse auf Grundlage der UBA-Studie ‚Potenzial der Windenergie an Land‘“, herausgegeben vom Umweltbundesamt im Oktober 2014)

Bei ihrem Ziel, den Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch auf 65 Prozent auch über Onshore-Windanlagen zu steigern, sieht die Bundesregierung sich jedoch zunehmend Widerständen von Naturschützern und aus der Bevölkerung gegenüber. Angesichts abertausender Windräder, die bis 2030 an Land entstehen müssen, um das Ziel zu erreichen, sehen sie geschützte Tierarten in Gefahr, fürchten als Anwohner um Leib und Leben, wollen nicht in einer verschandelten Landschaft, umgeben von industriellen Windanlagen, leben und bangen nicht zuletzt um den Wert ihrer Immobilien.

Deshalb zieht und zerrt die Bundesregierung, getrieben von Lobbyisten an geltenden Gesetzen, um „Akzeptanz“ der Windenergie zu schaffen und der dank staatlicher EEG-Förderung immer stärker werdenden Windenergie-Branche „Rechtssicherheit“ zu verschaffen für den wahrscheinlich gigantischsten Landschaftsumbau, den unser Land je gesehen hat.

Bis auf 1.000 Meter sollen die fast 250 Meter hohen Windräder Wohnhäusern nahekommen dürfen. Damit schon bei der Planung nichts schief geht, soll eine eigene Beratungsstelle bei der Ausweisung von Windenergieflächen behilflich sein. Der Klageweg ist zu lang? Dann reduziert man ihn künftig einfach auf nur noch OVG und BVerwG. Und damit es noch schneller geht, will man die aufschiebende Wirkung von Klagen und Widersprüchen einschränken. So lassen sich schnell mal kaum umkehrbare Fakten schaffen. Artenschutz? Da kann man doch ganz einfach eine Ausnahmegenehmigung für den Ausbau von erneuerbaren Energien in das Bundesnaturschutzgesetz einfügen. Und ein Sahnehäubchen obendrauf gibt es für die EEG-Profiteure auch noch beim Punkt 12 des selbstgesteckten Aufgabenkatalogs: „Weiterentwicklung des BNatSchG mit dem Ziel, Maßnahmen zum Klimaschutz von den Ausgleichspflichten vollständig auszunehmen.“

Quelle:https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Downloads/S-T/staerkung-des-ausbaus-der-windenergie-an-land.pdf?__blob=publicationFile&v=10

Über BI Hümmerich

Die BI Hümmerich tritt ein für den Erhalt der Natur und Landschaft rund um den Hümmerich zwischen Gebhardshain, Steineroth und Mittelhof. Deshalb kämpft sie seit Jahren dagegen, dass dort Windenergieanlagen errichtet werden. Wir mobilisieren Bürger, um den Bau der Windräder in unserer Mittelgebirgsregion zu verhindern und die heimische Natur zu schützen.
In unseren Augen wären dies Wahrzeichen verfehlter Energie- und Umweltpolitik, die noch aus über 50 Kilometer Entfernung sichtbar sind und gerade die Gemeinden in direkter Umgebung massiv beeinträchtigen.

 

Werden Sie aktiv!

Lassen Sie sich in den Verteiler für weitere Informationen aufnehmen: BI-Huemmerich@t-online.de!

Treten Sie der Bürgerinitiative Hümmerich bei!

Helfen Sie uns und machen Sie Ihre Verwandten, Bekannten und Nachbarn auf die BI Hümmerich und unsere Arbeit aufmerksam. Empfehlen Sie unseren Newsletter, so dass möglichst viele erreicht werden können!

Unsere Kontaktinfos