Der Hümmerich


Der Hümmerich ist eine bewaldete Kuppe zwischen den Orten Mittelhof, Steineroth und Gebhardshain, 235-399 m ü. NN. Das Gebiet ist nahezu vollständig bewaldet, wobei der Nadelwald durch Trockenheit und Borkenkäfer in den vergangenen Jahren deutlich dezimiert wurde. Laub und Nadelwaldanteile hielten sich vorher in etwa die Waage. Am Westhang erstreckt sich ein zusammenhängender, biotopkartierter Eichenwald. Als Landschaftsschutzgebiet, FFH-Gebiet und Natura2000-Gebiet gehört der Hümmerich zu besonders schützenswerten Gegenden. Zudem bestätigte die Landesvogelschutzwarte, dass er ein TOP-Gebiet für den rotorschlaggefährdeten Rotmilan ist. In den vergangenen Jahren verdichten sich die Hinweise, dass auch der besonders schützenswerte Schwarzstorch hier heimisch geworden ist.

Was wird auf dem Hümmerich passieren?

Obwohl es bisher seitens der Verbandsgemeinde Wissen noch keinen genehmigten Beschluss zu einem Teilflächennutzungsplan Windkraft (TFNP) gibt, gehen die Firma Altus und der Grundstückseigentümer Hatzfeldt offenbar davon aus, dass auf dem Hümmerich grundsätzlich ein Windpark entstehen kann, mit möglicherweise 5 oder mehr Windkraftanlagen in der Endausbaustufe. Moderne Windräder haben inzwischen Gesamthöhen von bis zu 225 m und mehr. Diese würden den Höhenzug Hümmerich dann also um mehr als 200 m überragen.

Falls es trotz gerichtlichen Verfahrens zur Baugenehmigung kommen sollte, müssen auf dem Gebiet nach aktueller Landes-Gesetzgebung (LEP IV) mindestes drei Windräder errichtet werden können, um eine Verspargelung der Landschaft zu vermeiden. Aber: Sie müssen nicht unbedingt gleichzeitig errichtet werden, und Vorgaben in welchem Zeitfenster alle Räder zu entstehen haben, gibt es nicht. Defacto kann es also doch zur Verspargelung kommen.

Für wie viele Windräder auf der ausgewiesenen Fläche auf dem Hümmerich Platz ist, hängt nicht zuletzt auch von den Abstandsregelungen zu örtlichen Wohngebieten ab. Die Windindustrie-Lobby versucht seit Jahren, diese Entfernungen immer weiter zu verkürzen, um möglichst große Flächen nutzen zu können. Die Politik wird auch an dieser Stelle immer weicher. Inzwischen ist schon von 1.000 Metern die Rede, unabhängig von der Höhe der Anlagen. In Bayern gilt derzeit noch das 20-fache der Höhe als Mindestabstand.

Was passiert nun, wenn es tatsächlich zur Baugenehmigung kommen sollte? Die folgende Beispielrechnung geht von 4 Windrädern aus, die zuerst entstehen könnten:

Flächenbedarf - Abstandsfläche: ca. 10 h Fällungen Waldgebiet – ca. 2,5 Fußballfelder
Flächenbedarf - Betonfundament: ca. 500 m², Gesamthöhe 2,50 m
Verbauung dafür: ca. 100 t Stahl und ca.1.000 m³ Stahlbeton
Kranstellfläche, dauerhaft befestigt: ca. 2.250 m²

Dafür erforderliche Transporte:
Transportwegebau: ca. 200 LKW-Ladungen Schotter
Kranstellfläche und Fundament: ca. 1.000 LKW Schotter und Beton
Aufstellung der Industrieanlage: 1-3 Großtransporte Krananlage – 15-20 Großtransporte WKA-Industrieanlage
Das Ganze X 4 bzw. 2x4, Hin- und Rückfahrt.

Auszüge aus dem TFNP:

Voraussichtliche Auswirkungen der Planung:
Versiegelungen durch WEA-Fundamente, Waldverluste durch Zuwegungen, Kranstell- und Montageflächen und Wegebaumaßnahmen. Hierdurch Beeinträchtigungen des Boden- und Wasserhaushalts, Verlust von Biotopflächen (Eichenwald), weitreichende Beeinträchtigung des Landschaftsbilds durch Windenergieanlagen, ggf. Belästigungen durch Schattenwurf und Geräusche.

Hohes artenschutzrechtliches Konfliktpotenzial (Rotmilan) – in ganz Deutschland sterben tausende Vögel aufgrund von Windrädern.

Natura2000:

Windenergienutzung unter Beachtung von Voraussetzungen vermutlich möglich: Lage im VSG 5312-401 (Westerwald), pauschales Konfliktpotenzial (5) mittel bis hoch; Errichtung von WEA in Teilflächen nur möglich, soweit Schutzgüter nicht erheblich beeinträchtigt werden.

Hinweise und Empfehlungen der FFH-VP (Phase 2) beachten.

Quelle: http://www.wissen.eu/index.php?NavID=2180.448&La=1

Über BI Hümmerich

Die BI Hümmerich tritt ein für den Erhalt der Natur und Landschaft rund um den Hümmerich zwischen Gebhardshain, Steineroth und Mittelhof. Deshalb kämpft sie seit Jahren dagegen, dass dort Windenergieanlagen errichtet werden. Wir mobilisieren Bürger, um den Bau der Windräder in unserer Mittelgebirgsregion zu verhindern und die heimische Natur zu schützen.
In unseren Augen wären dies Wahrzeichen verfehlter Energie- und Umweltpolitik, die noch aus über 50 Kilometer Entfernung sichtbar sind und gerade die Gemeinden in direkter Umgebung massiv beeinträchtigen.

 

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